Beiträge
Scrappy Capy Distro wird gelegentlich offene Aufrufe zu Beiträgen für Anthologie-Zines zu einem bestimmten Thema veröffentlichen. Auf dieser Seite findet mensch Anleitungen zur Einreichung von Beiträgen, besondere Richtlinien für eine offene Ausschreibung und die derzeit offenen Ausschreibungen.
Wir sind ein anarchistischer Verlag.
Das bedeutet, dass die Texte in erster Linie gegen Hierarchie und Autoritarismus sein müssen. Es gibt keinen Platz für Sexismus, Rassismus, Queerphobie, Fremdenfeindlichkeit, Abelismus oder andere Formen der Diskriminierung.
Wir akzeptieren keine Inhalte, die mit maschinellem Lernen (ML), "künstlicher Intelligenz" (KI) oder large language models (großen Sprachmodellen, LLMs) erstellt wurden.
Der Prozess
- Schreib deinen Text auf Deutsch oder Englisch (idealerweise beides).
- Speiche dein Dokument im
.txt,.md,.odt,.docxoder.pdfFormat. - Sende es uns per E-Mail an unsere Adresse auf unsere Kontakt-Seite. Gib Sie in der Betreffzeile der E-Mail den Namen des Themas an, zu dem du einen Beitrag verfassen möchest. Wenn du möchtest, dass dein Name oder deine Pronomen (sowohl auf Deutsch als auch auf English) im endgültigen Druck erscheinen, schreib dies bitte in der E-Mail.
- Wir werden deinen Text überprüfen und dich eventuell um Änderungen bitten. Du kannst diese annehmen oder ablehnen und uns eine aktualisierte Version schicken, aber wir sind nicht verpflichtet, Texte so zu akzeptieren, wie sie sind.
- Die Autor:innen werden benachrichtigt, wenn ihr Text angenommen oder abgelehnt wird.
- Wir übersetzen Ihren Text vom Deutschen ins Englische oder andersrum.
- Die Zine wird veröffentlicht, und die Autor:innen werden benachrichtigt.
Offene Aufrufe zu Beiträgen
Ⓐuslander:innen
Mit dem vorläufigen Titel Ⓐuslander:innen, wird diese nächste Textsammlung ein spiritueller Nachfolger unseres ersten Zines berlin, du hast mich verletzt / ein anderes berlin ist möglich sein und weiterhin die Themen der (wahrgenommenen) Auslandererfahrungen von Anarchist:innen in Berlin und der BRD untersuchen.
Obwohl wir dieses Thema bereits behandelt haben, besteht das Gefühl, dass es seit dem 7. Oktober eine Verschiebung innerhalb der radikalen Szene Berlins gegeben hat, wo eine zunehmend spürbare Risse zwischen der weißen/deutschen Seite und der „anderen“ Seite besteht: der Seite der Migrant:innen, der People-of-Color, des:der Ausländer:in. Vielleicht ist es das Thema Palästina/Israel, das diese Spaltung erzwingt, oder vielleicht ist es etwas anderes wie Ukraine/Russland/NATO oder sogar nur etwas wie die Frage, wie mensch sich bei einer Demo verhalten oder eine Versammlung leiten sollte.
In vielen Gesprächen der letzten Jahre gab es zahlreiche Berichte darüber, dass mensch sich ausgegrenzt oder andersartig behandelt fühlte, dass unser Wissen und unsere Erfahrungen aus unseren Herkunftsregionen hier in der BRD als irrelevant und nutzlos angesehen wurden. Einige Menschen hatten das Gefühl, dass sie sich im Laufe der Zeit zwar „eingedeutscht” wurden, aber nicht integriert, sondern vielmehr an die deutsche Lebensweise und Mentalität angepasst wurden.
Für dieses Zine verwenden wir wieder das Anthologie-Format, bei dem jeder Text für sich steht, aber thematisch miteinander verbunden ist. Wir suchen Texte, die sich mit folgenden Themen befassen:
- in Berlin ankommen und das Gefühl, deplatziert zu sein
- als langjähriger Einwohner:in Berlins immer noch das Gefühl haben, deplatziert zu sein
- im Vergleich zu weißen/deutschen Mitbürgern als weniger sachkundig, wertvoll oder nützlich behandelt werden
- das Gefühl haben, sich zu verändern, weniger der zu sein, der mensch vor dem Umzug war, und mehr „eingedeutscht” oder „berlinisiert” zu werden
- anarchistische Praktiken und Normen in der Region, aus der mensch kommt, mit denen in Berlin vergleichen und überlegen, wie die „berliner Art” von den in anderen Regionen etablierten Praktiken profitieren könnte
- Affinität zu Menschen aus deiner Region oder anderen „Ausländer:innen” finden, wie du sie mit weißen/deutschen nicht hast
- dich von den Vorurteilen oder Belastungen befreien, die du in deiner Heimatregion empfunden hast, und hier ein Zuhause finden (das heißt, wir suchen nicht nur nach Beschwerden)
Diese Liste ist nicht vollständig. Die oben genannten Punkte sind lediglich Vorschläge, die dir als Inspiration für deine Texte dienen sollen. Wenn du Bedenken hast, dass dein Text möglicherweise nicht geeignet ist, schreib uns bitte, damit wir dich beim Schreibprozess unterstützen können.
Einreichungen sind vom 1. November bis zum 31. Dezember möglich. Die Texte sollten etwa 500 bis 2000 Wörter umfassen, dies sind jedoch keine festen Vorgaben.
Es werden drei Versionen dieses Zine veröffentlicht: eine mit allen Texten ins Englische übersetzt, eine mit allen Texten ins Deutsche übersetzt und eine in der Originalversion in der Sprache, in der du am besten schreiben kannst. Wir können nur Texte in Englisch und Deutsch redigieren. Wenn du also einen Beitrag in einer anderen Sprache (z. B. Polnisch) einreichen möchtest, müsst du auch eine Kopie in Englisch oder Deutsch einreichen. Wenn du mehrere Sprachen sprichst, kannst du deinen Text selbst übersetzen. Dies könnte ideal sein, da unsere Übersetzung der englischen Version eines polnischen Textes ins Deutsche möglicherweise schlechter ausfällt als deine direkte Übersetzung der polnischen Version ins Deutsche. Wenn du dich nicht sicher bist, wie du mit Übersetzungen umgehen solltest, schreiben uns bitte (je früher, desto besser!).